Bauwerkstrockenlegung

Die Sanierung von feuchtigkeitsbelastetem Mauerwerk erfordert nicht nur Fachverstand, sondern Erfahrung bei der Wahl und Ausführung von geeigneten Baustoffen.

Hierbei wird zwischen horizontalen oder vertikalen Abdichtungen (Kapillarwassersperren) unterschieden.

Bei der nachträglichen horizontalen Abdichtung wird das Abdichtungsmittel z. B. über Bohrlöcher drucklosoder mit Druck injiziert.

Bei den Druckinjektagen wird noch zwischen dem Niederdruck- und dem Hochdruckverfahren unterschieden.


Über Jahre waren hier nur die Verkieselungsflüssigkeiten bekannt. Mit der Einführung dünnflüssiger Abdichtungsstoffe ist es gelungen hochwirksame Kapillarwassersperren herzustellen, die dauerelastisch, alkalibeständig und nahezu unverrottbar sind.

Drucklos-Verfahren mit Saugwinkeln *

Mit den sehr dünnflüssigen, lösungsmittelhaltigen Harzen wurden bisher sehr gute Erfolge erzielt. Es dringttief auch in die kleinsten Kapillaren des Baustoffes ein. Auf Grund seiner Eigenschaften geschieht dies auch in einem mit Feuchtigkeit gesättigtem Mauerwerk.

Dazu werden horizontale Bohrungen mit einem Durchmesser von 14 mm hergestellt.

Anschliessend werden die Watteähnlichen Kapillarstäbchen eingesteckt und darauf die Saugwinkel zur Kartuschenaufnehme aufgesetzt.

Die Kartuschen mit CRISIN76 werden kopfüber in die Aufnahme der Saugwinkel gesetzt und schon saugt sich das Kunstharz über die Kapillarstäbchen in die Wand.

    

Am Tag der Verarbeitung und …           ca. 8 Tage später.

Die Dünnflüssigkeit des Harzes garantiert eine optimale Verteilung in den mineralischen Baustoffen. Die Kunstharzlage bildet sich durchweg.

Das Kunstharz besitzt eine geringere Dichte als Wasser, um die größt mögliche Verteilung zu erreichen.  Die Poren und Kapillaren werden dabei vom Material ausgekleidet und hydrophobiert (wasserabweisend ausgerüstet). Die Saugwirkung wird drastisch reduziert. Die Feuchte in den Kapillaren wird dadurch auf konstant niedrigem Niveau gehalten. Bei Naturstein- oder zerklüfteten Mauerwerk sind keine zusätzlichen Maßnahmen, wie z. B. das Verfüllen von Hohlräumen, mehr notwendig.

Herstellen der Bohrlöcher (Gebäude ohne Keller).

Aufstecken der Kartuschen mit CRISIN76 auf die Saugwinkel mit den Kapillarstäbchen.

Nach ca. 8 Tagen sind die Kartuschen mit CRISIN76 ausgelaufen und die Sperrung hat sich, wie man sehen kann, durchweg ausgebildet.

Als flankierende Maßnahmen wird ein Putzaustausch unter Verwendung von Sanierputzen empfohlen.

 

 

 

 

* das Saugwinkel-Verfahren ist ein Patent der KÖSTER Bauchemie AG